Grauer Star – Katarakt

Was ist der graue Star?

Als Grauen Star (oder auch Katarakt) bezeichnet man die Eintrübung der ursprünglich klaren natürlichen Linse im Auge. Die Trübung ist anfangs nur schwach, wird aber im Verlauf zunehmend stärker und kann sogar zu Erblindung führen. Der Graue Star kann verschiedene Ursachen haben; die weitaus häufigste ist altersbedingt und hängt mit dem verlangsamten Stoffwechsel zusammen. Bei dieser Form spricht man daher vom Grauen Altersstar. Er tritt meist erst jenseits des 60. Lebensjahrs auf. Die Folgen sind getrübtes oder verschwommenes Sehen, verlassende Farben, Lichtempfindlichkeit.

Welche Behandlungsmethode hilft bei Grauem Star?

Die einzig hilfreiche und zugleich sicherste Behandlungsmethode des Grauen Stars ist die Operation; sie ist absolut schmerzlos und hat die besten Erfolgsaussichten. Bei der Staroperation wird die getrübte Augenlinse entfernt. Die Operation dauert ca. 20 Minuten und erfolgt überwiegend in örtlicher Betäubung. Der Eingriff kann im Krankenhaus oder auch ambulant durchgeführt werden. Als Ausgleich für die Entfernung der natürlichen Linse wird eine Kunstlinse implantiert (IOL – Intraokularlinse). An den Rändern dieser Linse befinden sich feine elastische Bügel, die für den sicheren Sitz der implantierten Linse im Auge sorgen.

Wie verändert sich das Sehvermögen nach der Linsenimplantation?

Schon am Tage nach der Operation ist in aller Regel eine wesentliche Verbesserung des Sehvermögens bemerkbar. Allerdings dauert es ca. drei bis sechs Wochen, bis sich das Auge stabilisiert hat und eine Lesebrille angepasst werden kann. Während der Zeit nach der Operation werden Augentropfen verordnet, welche für die schnelle Heilung sorgen. Manchmal kann noch nach mehreren Wochen eine allmähliche Sehverschlechterung auftreten – verursacht durch eine feine Gewebsmembran, die sich als „Nachstar“ an der hinteren Linsenkapsel bildet. Durch eine kurze ambulante Behandlung mit Laserstrahlen lässt sich das Sehvermögen jedoch wieder normalisieren.